Alte Stärken neu entdeckt

04.11.2013 19:21 von B. Rensch

USV Halle – SV Anhalt Bernburg II 36:34 (16:15)

Was für ein Unterschied zum letzten Heimspiel, gegen den Tabellenzweiten Anhalt Bernburg stimmten Einstellung und Körpersprache von Beginn an. So erspielte und erkämpfte sich das Gastgeberteam mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung verdient die Punkte gegen einen am Ende sichtlich geschockten Gast.

Michael Deckwerth eröffnete den Torreigen für den USV, doch einige technische Fehler im Aufbauspiel brachten die routinierten Gäste schnell in Vorteil (1:3/4.). Zwar schafften die Hausherren rasch Ausgleich und Führung (4:3/7.), dann waren aber wieder die Bernburger am Drücker und legten vor (5:7/11., 8:11/18.). Doch die Gastgeber fanden vor allem in der Abwehr immer besser zusammen, konnten einige wuchtige Angriffe der Gäste blocken und erfolgreiche Konter starten. So war nach einem schnellen Gegenstoß beim 12:12 (23.) wieder alles offen. Die erneute Gästeführung (12:14) drehten Guido Trute, Lukas Schackow und Alex Kloss mit zwei Treffern zur 16:15-Halbzeitführung. Im zweiten Spielabschnitt blieben die Gastgeber nach dem 18:18 (35.) über weite Strecken in Front, mussten jedoch nach dem 24:24 (44.) und anschließender 28:26-Führung drei Treffer in Folge einstecken (28:29/51.). Nun waren Kampfkraft und Willen gefragt, und das Team zeigte eine prima Reaktion. Lukas Schackow setzte sich zweimal energisch durch (30:29), Michael Deckwerth nutzte seine Schnelligkeit und wiedergefundene Treffsicherheit zum 31:31 und 32:31, während Alex Kloss abgezockt aus dem Rückraum traf (33:32/57.). Hendryk Hesse parierte in dieser temporeichen Schlussphase die entscheidenden Bälle (insgesamt 18 Paraden) und leitete so auch das 34:32 ein. Chris Tannhäuser bewies nicht nur von 7-Meter-Punkt Nerverstärke, sondern vollendete zum 35:33 (59.). Eine weitere gelungene Abwehraktion verhinderte den erneuten Bernburger Anschlusstreffer, sodass es Micheal Deckwerth vorbehalten war, den Sieg sicherzustellen. Den Schlusspunkt setzten die Gäste, die mit einem verwandelten Strafwurf zum 36:34-Endstand trafen.

So durften die Gastgeber endlich wieder jubeln, gelang doch durch eine gute Abwehrarbeit, schnelles Umkehrspiel mit Kontern, zweiter Welle und schneller Mitte sowie variables und druckvolles Angriffsspiel ein Erfolg gegen einen richtig starken Gegner.

 

USV: Hesse, Pern; H.Gumbert, Grellmann-1, M.Schmidt-1, Schackow-7, Kloss-4, Deckwerth-13, Wagner, Tannhäuser-8/6, T.Michalke, Trute-2

Zurück