Kampfgeist der Gastgeber wird belohnt - Auftakterfolg gegen favorisierte Gäste

19.09.2011 12:57 von B. Rensch

USV Halle – SG Saaletal Reichardtsw.-Prittitz 30:29 (10:13)

„Verbandsliga, wir sind angekommen!“, einfacher kann man den Jubel über den Erfolg im ersten Ligaspiel der USV-Handballer nicht beschreiben.

In der Begegnung mit dem Vorjahreszweiten zeigten die Gastgeber von Beginn an eine beherzte Partie, gerieten anfangs der zweiten Halbzeit deutlich in Rückstand und lieferten schließlich ein schier unglaubliches Comeback. Zu Beginn bestimmten beide Abwehrformationen, die sehr beweglich arbeiteten, das Geschehen, wobei die SG Saaletal bis zum 3:3 (10.) jeweils vorlegen konnte, der USV aber stets den Ausgleich schaffte. Als die Gäste dann erneut am starken Hendryk Hesse im USV-Tor scheiterten, verwandelte Maximilian Schmidt den sicher vorgetragenen Konter zur USV-Führung. Der SG-Trainer reagierte mit einer Auszeit, doch der USV blieb zunächst am Drücker und führte 7:5 und 8:6. Nun gelangen der SG Saaletal drei Treffer in Folge zum 8:9 (23.), Konsequenz war die Auszeit des USV. Zwar schafften die Gastgeber noch das 9:9 durch Tino Radtke, doch die Gäste legten bis zum 9:13 vor, ehe Stefan Lallecke den Treffer zum Pausenstand von 10:13 markierte. Den Anfang der zweiten Spielhälfte dominierten die spielstarken Gäste deutlich, sodass sie bis auf 12:20 (39.) davon ziehen konnten. Beim USV lief in dieser Phase kaum etwas zusammen, aber angetrieben von einem fantastisch haltenden Hendryk Hesse fand die Mannschaft zurück ins Spiel. Über die Stationen 15:20 (42.), 20:23 (47.) und 23:25 (52.) verkürzten die Gastgeber nach der Gästeauszeit durch Toni Massag auf 24:25 und waren wieder auf Augenhöhe mit dem Gegner. Die SG legte noch einmal zum 25:27 vor (56.), ehe der USV durch vier Treffer in Folge die Partie zum 29:27 drehte. Doch die Gäste kämpften entschlossen um den Ausgleich, schafften nach einem zu schnellen Abschluss des USV das Remis beim 29:29. Die letzten Sekunden nutzten die Hausherren jedoch mit energischem Zug zum Tor. Nachdem Jens Hausner nur regelwidrig gebremst werden konnte, verwandelte Michael Deckwerth den fälligen Strafwurf zum Spiel entscheidenden Torerfolg, dem 30:29. Der Rest war nur noch Jubel bei Mannschaft und Fans, während die Gäste nicht recht verstehen konnten, was in den letzten 20 Spielminuten nach der eigenen 8-Tore-Führung passiert war.

USV-Trainer Thomas Schmidt lobte anschließend die gesamte Mannschaft für die gezeigte Leistung, insbesondere die Abwehrarbeit sowie den Kampfgeist nach deutlichem Rückstand, und hob Torhüter Hendryk Hesse mit 17 Paraden, davon vier 7-Meter, noch heraus.

 

USV Halle: H.Gumbert, Hesse; Massag-7, O.Rensch, Schmidt-1, Lallecke-3, Hausner, Kloss, Deckwerth-9/2, Radtke-1, Wilberg-4, Voigt-2, Selzer-3

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