84 Tore und kein Sieger = 1.Auswärtspunkt für USV

03.02.2014 17:43 von B. Rensch

SG Lok Schönebeck – USV Halle 42:42 (25:15)

Die USV-Männer mussten am Sonntag bei Lok Schönebeck als Abschlussspiel der Hinrunde antreten, nachdem sich beide Vereine zu Saisonbeginn auf diesen Nachholtermin am Pokalwochenende geeinigt hatten. Am Ende stand mit dem 42:42 das bislang torreichste Ergebnis der Verbandsligasaison auf der Anzeigetafel, gleichbedeutend mit dem ersten Auswärtspunkt für den USV Halle in dieser Spielzeit.

Zunächst bestimmten jedoch die Gastgeber das Geschehen. Schönebeck begann mit druckvollen Angriffen und konnte sich über die Stationen 5:4, 10:7 und 12:8 Mitte der ersten Halbzeit leicht absetzen. Nach der Gästeauszeit (13:8/17.) gelang Tim Michalke mit einem Treffer vom Kreis zwar das 13:9, doch mit einem 6:0-Lauf sorgte Schönebeck für klare Verhältnisse. Über das 19:9 und 24:13 ging es schließlich beim Stand von 25:15 in die Kabinen, der erhoffte Punktgewinn für Geburtstagskind Chris Tannhäuser schien unerreichbar. So wurde in der Halbzeit der Plan entworfen, wenigstens ein ordentliches Endresultat zu erzielen: offensive Deckung gegen die Schönebecker Aufbaureihe, effektive Chancenverwertung und Vermeidung einfacher Fehler wie in Halbzeit eins zweimal beim Wechseln. Und so begann der Rückstand zu schrumpfen, da im Angriff mit dem nötigen Zug gespielt wurde, Chris Tannhäuser sicher die Strafwürfe verwandelte und die kurze Deckung die Gastgeber vor Probleme stellte. Beim 30:23 (38.) gingen die Hausherren in ihre Auszeit, wenig später musste der USV nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Landry Traineau Ende der ersten Halbzeit den Verlust von Marcus Scholz nach der dritten 2-Minuten-Strafe verkraften (33:25/44.), sodass kaum noch Wechselmöglichkeiten bestanden. Doch nach vier Toren in Folge durch Max Schmidt, Lukas Schackow, Jorge Oevermann und Chris Tannhäuser waren die Gäste beim 35:31 wieder im Spiel, auch wenn Schönebeck noch einmal vorlegen konnte (39:33 bzw. 41:35). Einfache Ballgewinne in der Abwehr brachten den USV auf 41:39 heran, ehe der beste Schütze der Gastgeber Toni Warschkau zum 42:39 traf. Chris Tannhäuser bewies in den Schlussminuten seine Übersicht mit zwei Rückraumtreffern, ehe er kurz vor dem Abpfiff auch den neunten Strafwurf sicher zum 42:42-Endstand verwandelte.

So kannte der Jubel der Gäste über den durch hohen kämpferischen Einsatz verdienten Punktgewinn kaum Grenzen, während die Gastgeber wohl eher von einem Punktverlust sprechen müssen.

USV Halle: Pern, Hesse; Oevermann-1, M.Schmidt-4, Schackow-5, Traineau-2, Deckwerth-7, Scholz, Tannhäuser-16/9, T.Michalke-4, Grellmann-3

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